By Rita Braches-Chyrek

Das Buch zeichnet die Lebenslagen von Kindern in Ein-Eltern-Familien nach, welche weitgehend bestimmt werden durch die die familialen Verfügbarkeiten über sozio-ökonomische Ressourcen und der sich daraus für sie ergebenden Stellung im sozialen und gesellschaftlichen Raum. Drei typische Handlungsorientierungen der subjektiv erlebten und ausgestalteten Lebenslagen kennzeichnen die Herausbildung kindlicher Bewältigungsstrategien und Handlungskompetenzen in dieser Familienform:
Autonomie, Ambiguität und Heteronomie, die im Hinblick auf die sozio-strukturellen Unterschiede von Ein-Eltern-Familien, additionally die Entstehungsbedingungen der Familie, das Familieneinkommen, die Wohnsituation, Stadt-Land-Unterschiede, Geschlechtsspezifische Unterschiede, Geschwisterbeziehungen, Vaterkontakte, soziale Netzwerke, Mediennutzung, Schul- und Freizeitsituation, untersucht wurden.
Die Lebensform von "Mutter und Kinder/er" oder "Vater und Kind/er" wird gesellschaftlich wahrgenommen und diskutiert als defizitär, unvollständig oder hilfsbedürftig, demgegenüber steht die immer noch familien- und sozialpolitisch ausgestaltete shape der Kernfamilie.
Da das Verteilungssysten Familie neue Ungleichheiten innerhalb der jungen iteration schafft, sind sozialpolitische Forderungen nach einer eigenständigen Grundsicherung für Kinder, ausreichenden Betreuungs- und Bildungsangeboten für Kinder sowie Beteiligungsrechten von Kindern an allen Entscheidungen, die eine Veränderung ihrer Lebenslage bedeuten, wesentliche Ergebnissen der Analyse.

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Zusarnmenfassend kann jedoch festgehalten werden, daB das Aufwachsen mit einem Eltemteil keineswegs ein Risiko fUr die Kinder darstellt, psychische und soziale Storungen zu entwickeln. In vie len Bereichen zeigen Kinder aus Ein-Eltem-Familien gUnstigere Entwicklungsfolgen als Kinder aus traditionellen Zwei-Eltem-Familien, wie bei der Verarbeitung von Konfliktsituationen der Dbemahme von Verantwortung auch fUr alltagliche ,Dinge'. Haufig weisen gerade diese Kinder ein hohes MaB an Sensibilitat gegentiber gesellschaftlichen Diskriminierungen, was u.

Auch de Beauvoir 1998, S. ). Der ,pater familias', der Hausherr, hatte bis in die Antike und im Alten Rom das ausschlieBliche Recht, Uber Leben und Tod jedes Neugeborenen zu verfiigen. Er leitete damit das eigenstlindige Leben des Neugeborenen ein, das demnach nieht mit der Geburt begann, sondern erst in dem Augenblick, in dem der Hausherr (= Patriarch) es fUr zugehOrig - zu seinem Eigentum - erkllirte (vgl. Arnold 1980, S. )46. Das Kind hatte kein Recht auf diese Anerkennung, war aber, wenn sie erfolgte, dem Hausherren zu lebenslanger dankbarer Liebe, zu Ehrfurcht und Unterwerfung verpflichtet.

50). Abzugrenzen ist dieser Ansatz von endogenen Entwicklungstheorien, die den EntwicklungsprozeB als biologisch determinierten Wachstums- und ReifungsprozeB ansehen, der sich nach einem genetischen Programm in einzelne 39 40 Vgl. exempiarisch die Untersuchung von Napp-Peters 1995. Phasen und Stufen unterteilen liil3t. indemd auswirken (vgl. Keller 1989). Eine weitere inaktive Sichtweise der Umwelt weisen Selbstgestaltungstheorien auf, die Entwicklung als eine sich aktiv aneignende Umwelttransformation, als einen selbstgesteuerten KonstruktionsprozeB betrachtet.

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