By Klaus Wahl

1 Erstens sind die Leser einer Zeitschrift kaum reprasentativ fur eine gesamte Bevolkerungsgruppe (hier: Eltern insgesamt), zweitens schreibt nur eine klei­ ne Minderheit von Lesern auch Leserbriefe und diese Minderheit hat oft sehr unterschiedliche purpose fur das Schreiben; schlieBlich wird in den Briefen un­ terschiedlich offen und problemanalysierend berichtet. 2 Dennoch sind Kinderschutzzentren noch zu neu, urn ohne Argwohn von Betroffenen aufgesucht zu werden. Ein auslandischer Beobachter des Miinch­ ner Zentrums schreibt: "Am Anfang eines Kontaktes sind die meisten Klien­ ten den Kinderschutzmitarbeitern gegeniiber miBtrauisch. Es ist den Eltern unverstandlich, daB eine company zwar abweichendes Verhalten unter­ sucht, dies aber nicht im Namen des Staates tut: der Staat wird immer noch weit mehr gefiirchtet als in Amerika" (McGehee 1984, S.190). Das macht empirische Erhebungen in solchen Einrichtungen schwierig. three Die EDV-Auswertung erfolgte mit dem Programm SPSS. four Die ZufriedenheitsmaBe sollten von den Beratern auf einer fiinfstufigen Skala (+2,+ 1,0,-1,-2) eingetragen werden; das Vorkommen korperlicher Ge­ walt wurde nach den Stufen "ausdriicklich angegeben", "vermutet", "aus­ driicklich verneint" codiert. Der Rangkorrelationskoeffizient gamma liegt zwischen + 1 (positiver Zusam­ menhang) und -1 (negativer Zusammenhang) je nach Obereinstimmung oder Nichtiibereinstimmung der Rangreihen der zugrundegelegten Variablen. Dieser Koeffizient wurde gewahlt, da er im verwendeten SPSS-Programm fur die EDV-Auswertung vorgesehen ist. Er tendiert dazu, bei schwachen Zusam­ menhangen iiberproportional auszufallen. replacement Rangkorrelationskoef­ fizienten (z. B. Kendall's tau) des verfiigbaren SPSS-Programms weisen jedoch ebenfalls Nachteile auf (vgl. Schulze 1978).

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Spanien: Wirtschaft — Gesellschaft — Politik

Diese bewährte Gesamtdarstellung zu Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Spanien liegt nun in einer vollkommen überarbeiteten und aktualisierten Auflage vor. Wer Informationen zu einem der wichtigsten EU-Länder braucht, greift zu diesem Buch.

Zur Soziologie des Essens: Tabu. Verbot. Meidung

Wenn das Thema der Nahrungsauswahl in unserem Alltag zur Sprache kommt, so geht es zumeist um Aspekte einer "gesunden" oder "ungesunden" Ernährungsweise, um Folgen der Über-oder Unterernährung, um die Brenn­ stoffzufuhr, den nutrition- und Mineralgehalt, welchen ein Nahrungsmittel aufzuweisen hat. Wir hören und sprechen von Gesundheitsschädigungen durch Nahrung, von "BSE-Fleisch", Cholesterin oder verstrahltem Gemüse, ebenso wie von der Gesundheitsförderung durch Diät- und Bioprodukte.

Sowjetische Militärstrategie

In einem großen Teil der ausgedehnten westlichen Literatur über sowjetische Ange­ legenheiten ist in den letzten Jahren in zunehmendem Maße erkannt worden, daß ein Wandlungsprozeß innerhalb des Sowjetsystems im Gange ist. In der Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Erziehung, Kultur, der Wissenschaft und in militärischen Dingen - um nur einige Gebiete zu nennen - hat es Zeichen der Wandlung und der Anpassung an neue Gegebenheiten gegeben, als das Sowjetsystem aus der Stalin­ Ära in diejenige Chruschtschows überging.

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H. es muB auf einer vergleichba· ren Ebene abgebildet werden. Dazu muB man bei manchen ersten Antworten der Befragten auch einmal nachstoBen, urn nahere oder prazisere Ausklinfte zu erlangen, in die "Tiefe" vordringen. M. a. , es muB ein methodisches Netz ausgeworfen werden, das einen Schwarm ganz unterschiedlicher Informationen in aller Breite (durch entsprechende MaschengroBe) einfangen kann, es sind aber auch Sonden zur Exploration von Hintergrlinden notig. Dementsprechend wurden offine und strukturierte Interviewteile entwickelt, Moglichkeiten fur Vertiefungsgesprache geschaffen, aber auch Ebenen der Ver· gleichbarkeit und Meflbarkeit eingezogen (Fragenbatterien, Skalen).

Angesichts der relativ geringen Fallzahl sind dabei zunachst nur Hinweise, aber noch keine Beweise fur bestimmte reale Zusammenhange zu erwarten. 2. 1 Profile im Vergleich: Klienten des Kinderschutzes versus Kontrollgruppe Der Vergleich der Ergebnisse der Auswertung zentraler Variablen fur die Indexgruppe (Kinderschutzklientel) und die Kontrollgruppe ergibt Profile, die Verschiedenheit und Gemeinsamkeit beider zu sehen erlaubt. Wie erwahnt wurden die Familien in beiden Gruppen so ausgewahlt, daB sich ihre sozialen Hintergriinde annaherungsweise glichen.

Daneben wurden Sozialdaten und moglicherweise streBerzeugende Ereignisse im Verlauf des letzten Jahres erfragt. Bei diesem ersten Abschnitt der Interviews waren Frau 37 und Mann gleichzeitig anwesend (zeitlich dazwischen eingestreut fUllten sie individuell Listen mit Fragen und Skalen aus). Auf der Seite der Forscher nahmen an diesem ersten Gesprach ebenfalls eine Frau und ein Mann teil. Ein solcher "gemeinsamer" Einstieg in eine Serie von Interviews mit Angehorigen einer Familie hatte sich in unseren fruheren Untersuchungen bewahrt.

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