By Wilfried von Bredow

Dieser Band bietet eine Einführung zu den ideengeschichtlichen, historischen und kognitiven Grundlagen der politischen Urteilskraft, um auf dieser foundation und in praktischer Absicht eine Verhaltenslehre zum Umgang mit der komplexen politischen Welt zu entwickeln.

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Zur Soziologie des Essens: Tabu. Verbot. Meidung

Wenn das Thema der Nahrungsauswahl in unserem Alltag zur Sprache kommt, so geht es zumeist um Aspekte einer "gesunden" oder "ungesunden" Ernährungsweise, um Folgen der Über-oder Unterernährung, um die Brenn­ stoffzufuhr, den diet- und Mineralgehalt, welchen ein Nahrungsmittel aufzuweisen hat. Wir hören und sprechen von Gesundheitsschädigungen durch Nahrung, von "BSE-Fleisch", Cholesterin oder verstrahltem Gemüse, ebenso wie von der Gesundheitsförderung durch Diät- und Bioprodukte.

Sowjetische Militärstrategie

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Es wäre schön, könnte man vor dieser düsteren Folie die sich im vierten Teil anschließenden Überlegungen zu den Möglichkeiten und Grenzen einer politische Urteilskraft stärkenden Verhaltenslehre im hellen Licht der Eindeutigkeit erstrahlen lassen. Das ist aber nicht möglich. Stattdessen wird hier die ambivalente Gestalt von Zielvorstellungen, Werten und Mechanismen für politisches Verhalten in der demokratischen Gesellschaft kritisch analysiert. Das geschieht im übrigen nicht mit der Absicht, solche Ambivalenzen zu überwinden.

Zwar geht es auch ihm vor allem um logische , widerspruchsfreie Aussagen, aber zu diesen kommt man nicht nur auf dem Papier. Zu richtiger Urteilsbildung gehört etwa auch die Fähigkeit, alle Argumente geduldig anhören zu können. Dies sei mit dem Ertragen von Widerspruch verbunden, auch das eine habituelle Kompetenz. Es müsse akzeptiert werden können, dass alle, die argumentieren, Wahrheitsansprüche erheben. Gleichmut gegenüber den von allen Seiten erhobenen Wahrheitsansprüchen steigt zu einer Haupttugend entfalteter Urteilskraft auf.

AMIiI&* W'i Weist man dem Problem des Beurteilens politischer Sachverhalte Bedeutung zu, dann ist damit zwangsläufig die Vorstellung verbunden, Menschen seien überhaupt in der Lage, Urteile zu fällen. Und zwar nicht nur im Sinne der Faktizität zu beobachtender Urteile , die dann zu Entscheidungen und Handlungen führen. Eine kurze Überlegung zu dieser Trias zeigt, dass sich im Urteilen mehr ausdrückt als eine sinnliche Fähigkeit. Wollte man naturalistisch argumentieren, dann könnte "Urteilen" als "Unterscheiden" beschrieben werden .

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