By Rainer Diaz-Bone

Das Buch legt die Theorie und Methode für die examine des lebensstilsbezogenen Sinns kultureller Genres vor. Die Kultursoziologie von Pierre Bourdieu wird aus diskurstheoretischer Sicht kritisiert: Bourdieus „Analyse des Sprechens“ gesteht der diskursiven Praxis keine Eigengesetzlichkeit in der sozialen Konstruktion lebensstilbezogener Wertigkeiten kultureller Genres zu. Insbesondere die Diskurstheorie von Michel Foucault kann dieses Defizit ausgleichen. Sie wird in der vorliegenden Untersuchung an die Bourdieusche Theorie vermittelt, um für eine diskurstheoretisch fundierte Sozialstrukturanalyse einen empirischen kultursoziologischen Ansatz zu entwickeln. Dafür wird eine diskurstheoretische Methodologie vorgelegt. Anhand einer vergleichenden Diskursanalyse zweier zeitgenössischer Musikwelten wird die Anwendbarkeit des diskurstheoretischen Ansatzes für die kultursoziologische Forschung demonstriert.

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Spanien: Wirtschaft — Gesellschaft — Politik

Diese bewährte Gesamtdarstellung zu Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Spanien liegt nun in einer vollkommen überarbeiteten und aktualisierten Auflage vor. Wer Informationen zu einem der wichtigsten EU-Länder braucht, greift zu diesem Buch.

Zur Soziologie des Essens: Tabu. Verbot. Meidung

Wenn das Thema der Nahrungsauswahl in unserem Alltag zur Sprache kommt, so geht es zumeist um Aspekte einer "gesunden" oder "ungesunden" Ernährungsweise, um Folgen der Über-oder Unterernährung, um die Brenn­ stoffzufuhr, den nutrition- und Mineralgehalt, welchen ein Nahrungsmittel aufzuweisen hat. Wir hören und sprechen von Gesundheitsschädigungen durch Nahrung, von "BSE-Fleisch", Cholesterin oder verstrahltem Gemüse, ebenso wie von der Gesundheitsförderung durch Diät- und Bioprodukte.

Sowjetische Militärstrategie

In einem großen Teil der ausgedehnten westlichen Literatur über sowjetische Ange­ legenheiten ist in den letzten Jahren in zunehmendem Maße erkannt worden, daß ein Wandlungsprozeß innerhalb des Sowjetsystems im Gange ist. In der Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Erziehung, Kultur, der Wissenschaft und in militärischen Dingen - um nur einige Gebiete zu nennen - hat es Zeichen der Wandlung und der Anpassung an neue Gegebenheiten gegeben, als das Sowjetsystem aus der Stalin­ Ära in diejenige Chruschtschows überging.

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Auch wenn oftmals zur Erläuterung von Feldeffekten vom „Markt“ die Rede ist, wie von den Kapitalien, die im Feld Geltung erzielen, so trägt das Feldkonzept (wie das des symbolischen Kapitals) zur Überwindung der neoklassischen Bestimmungen von „Ökonomie“, „Tausch“ und „Markt“ bei. ) Der Tausch wird ermöglicht durch die feldgebundenen Bedingungen des Tausches (Normen, Positionen, Definition der Regeln, Denkweisen, Ressourcen und Kapitalien). 2 Felder der Kunst- und Kulturproduktion Das Feld der Kunst ist weiter differenzierbar, so dass man von Feldern kultureller Produktion sprechen kann.

B. die traditionellen Standesinsignien in größerem Maßstab zugänglich werden und entsprechend das Bestreben, Unterschiede zu markieren, sich in Form von Konsumverzicht oder einer Verschmähung allzu populär gewordener Beschäftigungen (wie Photographieren, Fernsehen oder einer bestimmten Art zu reisen) äußert, – oder aber in einer eigentümlichen Weise, sich diesen Konsumarten oder 48 1 Theorie der Distinktion symbolische Gewinne zu erzielen dennoch nicht aussichtslos. Der Versuch, durch sicheres Auftreten Legitimität zu erlangen, wird in der „Mitte der Gesellschaft“ ermöglicht durch „die relative Autonomie des Symbolischen“ (Bourdieu 1982: 393).

Janning 1991: 41) Vgl. auch Bourdieu (1982: 752). 3 Strukturierte und strukturierende Praxis: Habitus und Distinktion 41 „Fehlen jedoch die Voraussetzungen zur materiellen Aneignung, so bleibt dem Streben nach Ausschließlichkeit nur die individuelle Eigenart des Aneignens: auf andere Weise dieselben Gegenstände lieben, auf dieselbe Weise andere, für die Bewunderung weniger designierte lieben: dies sind Strategien des Überholens, Überbietens, Verlagerns, Ursprung der permanenten Geschmacksmutation, und solche Strategien ermöglichen es auch den dominierten, ökonomisch schlechtergestellten, daher fast ausschließlich auf symbolische Aneignung verwiesenen Fraktionen, sich jederzeit exklusiven Besitz zu verschaffen.

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