By Sascha Trültzsch

Ausgehend von der Kopplungsfunktion der Medien als vermittelnde Instanz zwischen sozialen, kulturellen Phänomenen und der Lebenswelt der Individuen entwickelt Sascha Trültzsch ein Konzept der Medienanalyse für fiktionale Sendungen. Dabei werden Leitbilder als zentrale Elemente der Vermittlung in Diskursen und letztlich im Dispositiv Fernsehen verstanden. Der Autor führt die kontextualisierte Medieninhaltsanalyse am Beispiel des Frauenbildes in Familienserien des DDR-Fernsehens der 1980er Jahre durch, um so den Mehrwert anschaulich zu machen. Dazu wurden drei Serien ausgewählt und inhaltsanalytisch untersucht. Durch die systematische Berücksichtigung der sozialen, kulturellen und lebensweltlichen Kontexte als dispositivem Rahmen der Fernsehsendung macht er die Medieninhaltsanalyse und Interpretation der Ergebnisse nachvollziehbar und prüfbar.

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379. 198 Vgl. Schützeichel 2004, S. 105. 199 Vgl. Collins 1988, S. 380. 200 Die Makrosoziologien haben diesen Aspekt vernachlässigt und durch ihre Methoden systematisch ausgeblendet. 201 Allerdings existieren durchaus bestimmte feste Einstellungen über die einzelnen ausgehandelten Situationen hinaus. “202 Makrostrukturen sind in Blumers Verständnis nicht real (unreal). 204 In gewissem Sinne kann man sie daher als Makrostrukturen begreifen oder besser als solche, die zwischen Individuen (Mikro) und Gesellschaft (Makro) vermitteln.

Vgl. Collins 1988, S. 377. Collins 1988, S. 377. Vgl. Esser 1999a, S. 9. Vgl. Esser 1999a, S. 9. Vgl. Esser 1999a, S. 9. Vgl. a. 186-202, Schützeichel 2004. Vgl. Esser 1999a, S. 9. Homans zitiert nach Collins 1988, S. 377. 54 2. Das Mikro-Makro-Problem es ihm im Wesentlichen darum ging, die Individuen wieder in die Theorie einzubinden. 194 Während sich die Vertreter des interpretativen Paradigmas auf die Situation als Erklärungsebene berufen, geht Homans noch weiter zurück und betreibt einen individualistischen Reduktionismus: „Sociology ‚reduces‘ to psychology, in the sense that its explanatory propositions turn to those of psychology.

46. Durkheim 1961, S. 107. Durkheim 1961, S. 105. Vgl. Richter 2001, S. 52. Vgl. Esser 1996, S. 405. Vgl. Esser 1999a, S. 7. Vgl. Amann 1996, S. 45. 46 2. Das Mikro-Makro-Problem Institution ist mit Zwangsmitteln ausgestattet, wobei im Regelfall keine offene Gewaltandrohung oder gar -anwendung nötig ist. Die Individuen haben den sozialen Zwang in der Sozialisation internalisiert. Sie handeln bewusst regelhaft, weil sie es so gelernt haben und es sich häufig nicht anders vorstellen können. 135 Durkheim versteht die Gesellschaft insgesamt als Organismus, der mittels Solidarität (und damit Zwang) am Leben gehalten wird.

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