By Thomas Gensicke

Dieses Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Forschung zum zivilgesellschaftlichen Engagement in Ostdeutschland. Eine vertiefende examine der Daten der ersten beiden Wellen des Freiwilligensurveys (Ehrenamt, Freiwilligenarbeit und Bürgerschaftliches Engagement) präsentiert neue Erkenntnisse über die Besonderheiten der Umfeld- und Zugangsbedingungen der ostdeutschen Zivilgesellschaft. Darüber hinaus wird ein umfassender Überblick über die vorliegenden qualitativen Studien zu diesem Themenbereich gegeben. Durch die Zusammenschau west- und ostdeutscher Studien werden die jeweiligen Besonderheiten des Engagements herausgearbeitet. In den folgenden Kapiteln werden zunächst die hiermit verbundenen politischen Herausforderungen diskutiert und politische Handlungsempfehlungen zur Entwicklung der Zivilgesellschaft in Ostdeutschland vorgeschlagen. Abschließend werden die zentralen Ergebnisse einer Regionalstudie zu „partizipativen Kommunen“ in Ostdeutschland und den hier realisierten erfolgreichen Vernetzungsformen zwischen kommunaler Politik und Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft vorgestellt. Im Anhang findet sich ein umfangreicher Leitfaden, der von lokalen Akteuren als Arbeitshilfe bei der Entwicklung lokaler Strategien zur Entwicklung der Gesellschaft genutzt werden kann.

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Zur Soziologie des Essens: Tabu. Verbot. Meidung

Wenn das Thema der Nahrungsauswahl in unserem Alltag zur Sprache kommt, so geht es zumeist um Aspekte einer "gesunden" oder "ungesunden" Ernährungsweise, um Folgen der Über-oder Unterernährung, um die Brenn­ stoffzufuhr, den nutrition- und Mineralgehalt, welchen ein Nahrungsmittel aufzuweisen hat. Wir hören und sprechen von Gesundheitsschädigungen durch Nahrung, von "BSE-Fleisch", Cholesterin oder verstrahltem Gemüse, ebenso wie von der Gesundheitsförderung durch Diät- und Bioprodukte.

Sowjetische Militärstrategie

In einem großen Teil der ausgedehnten westlichen Literatur über sowjetische Ange­ legenheiten ist in den letzten Jahren in zunehmendem Maße erkannt worden, daß ein Wandlungsprozeß innerhalb des Sowjetsystems im Gange ist. In der Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Erziehung, Kultur, der Wissenschaft und in militärischen Dingen - um nur einige Gebiete zu nennen - hat es Zeichen der Wandlung und der Anpassung an neue Gegebenheiten gegeben, als das Sowjetsystem aus der Stalin­ Ära in diejenige Chruschtschows überging.

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Nicht nur, dass das zivilgesellschaftliche Engagement um 6 Prozentpunkte anstieg, ist beeindruckend, sondern dass die Gruppe der 31- bis 45-Jährigen auch als einzige Altersgruppe zu Westdeutschland aufschließen konnte. Diese Entwicklung geht gleichermaßen auf das Konto beider Geschlechter. Dagegen ging die Entwicklung bei den 46- bis 65-Jährigen weit mehr auf die Frauen (+6 Prozentpunkte) als auf die Männer zurück (nur +1 Prozentpunkt). 14 Das Bild der Engagementbeteiligung bei den Erwerbsstatusgruppen (Grafik 7) zeigt oft andere Niveaus und Veränderungsphänomene an als bei der Gemeinschaftsaktivität.

Gemessen an westdeutschen Verhältnissen gebricht es somit besonders diesem gehobenen ökonomischen Segment an öffentlicher Integration. Es hat nicht wie in Westdeutschland eine „Vorbildrolle“ in der Zivilgesellschaft. Diese Erkenntnis erklärt auch ein anderes Phänomen. Zwar stiegen die Haushaltseinkommen in Ostdeutschland zwischen 1999 und 2004 deutlich an. Die subjektive Einschätzung der privaten Wirtschaftslage hat sich jedoch nicht verbessert, sondern verschlechtert. Das kann zum einen mit den gestiegenen Preisen, besonders den Energie- und Mobilitätspreisen zu tun haben.

Man kann sogar sagen, eine gewisse Irritation über die ostdeutschen Verhältnisse ist gerade bei diesem wichtigen Punkt besonders angebracht. In Westdeutschland liegen die Verhältnisse völlig klar und so, wie es die gängigen Theorien erwarten lassen. Je günstiger bei Befragten die Einschätzungen des sozialen Zusammenhalts, desto höher ihre Wahrscheinlichkeit, freiwillig engagiert zu sein und umgekehrt: Personen, die freiwillig engagiert sind, haben mit höherer Wahrscheinlichkeit einen guten Eindruck vom sozialen Zusammenhalt in ihrem Umfeld.

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