By Ludwig Amrhein (auth.)

In dieser Arbeit wird der Versuch unternommen, methodische, theoretische und empirische Bausteine für eine angemessene Erforschung der Lebensführung und -stilisierung im modify und über den Lebensverlauf hinweg zu liefern. Im ersten Teil wird der bisherige theoretische und empirische Forschungsstand systematisch rekonstruiert, woraus Schlussfolgerungen für theorien- und methodenintegrative Anschlussmöglichkeiten gezogen werden. In einem zweiten Teil werden die soziologischen und sozialgerontologischen Forschungspotenziale aufgegriffen und zu einem Modell der gesellschaftlichen Konstruktion der Lebensführung im modify verdichtet. Der dritte Teil schließlich verdeutlicht anhand von ausgewählten Ergebnissen einer qualitativen Studie zur Lebensführung im adjust die empirische Anwendbarkeit der konzeptionellen Überlegungen. Die grundlegende those dieser Arbeit lautet, dass die alltägliche Lebensführung im adjust aus einer nutzenorientierten Selektion von sozial konstruierten und biographisch angeeigneten Deutungs- und Handlungsmodellen des Alter(n)s resultiert.

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Spanien: Wirtschaft — Gesellschaft — Politik

Diese bewährte Gesamtdarstellung zu Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Spanien liegt nun in einer vollkommen überarbeiteten und aktualisierten Auflage vor. Wer Informationen zu einem der wichtigsten EU-Länder braucht, greift zu diesem Buch.

Zur Soziologie des Essens: Tabu. Verbot. Meidung

Wenn das Thema der Nahrungsauswahl in unserem Alltag zur Sprache kommt, so geht es zumeist um Aspekte einer "gesunden" oder "ungesunden" Ernährungsweise, um Folgen der Über-oder Unterernährung, um die Brenn­ stoffzufuhr, den nutrition- und Mineralgehalt, welchen ein Nahrungsmittel aufzuweisen hat. Wir hören und sprechen von Gesundheitsschädigungen durch Nahrung, von "BSE-Fleisch", Cholesterin oder verstrahltem Gemüse, ebenso wie von der Gesundheitsförderung durch Diät- und Bioprodukte.

Sowjetische Militärstrategie

In einem großen Teil der ausgedehnten westlichen Literatur über sowjetische Ange­ legenheiten ist in den letzten Jahren in zunehmendem Maße erkannt worden, daß ein Wandlungsprozeß innerhalb des Sowjetsystems im Gange ist. In der Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Erziehung, Kultur, der Wissenschaft und in militärischen Dingen - um nur einige Gebiete zu nennen - hat es Zeichen der Wandlung und der Anpassung an neue Gegebenheiten gegeben, als das Sowjetsystem aus der Stalin­ Ära in diejenige Chruschtschows überging.

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92–98 und Otte 2004, S. 88); er liegt auch dieser Arbeit zugrunde. Die folgende Diskussion der soziologischen und sozialgerontologischen Ansätze orientiert sich an drei Gesichtspunkten: Lebensführung wird erstens aufgefasst als handlungstheoretisch verstehbares Resultat von strukturellen und individuellen Verhaltensbedingungen, zweitens als lebenslanger biographischer Prozess der Stabilisierung und Veränderung von Verhaltens- und Identitätsmustern und drittens als mehrstufiges Phänomen, dessen Ursachen, Erscheinungen und Auswirkungen gleichzeitig auf der Makro-, Meso- und Mikro-Ebene zu verorten sind.

Sie begreifen Lebensstile als eigenständige Form der Vergesellschaftung von Individuen (Hörnig, Michailow 1990). Die „Entkopplung von Systemintegration und sozialer Integration“ führe dazu, dass soziale Identitäten nicht mehr über die Zugehörigkeit zu homogenen Soziallagen, sondern über die subjektive Wahl von Lebensstilen vermittelt würden. Hörnig und Michailow (1990, S. h. durch Fremd- und Selbsttypisierung hergestellte soziale 33 Formationen“ bzw. als „kollektiv typisch identifizierbares Ensemble von Deutungsmustern, Handlungs- und Ausdrucksschemata“.

Bourdieu 1999b [1980], S. 116 f. Fußnote 2) Allerdings zeigt sich in seinen weiteren Arbeiten, dass er solche habitusbedingten Generationskonflikte hauptsächlich als Merkmale sozialer Berufs- oder Familienfelder versteht, in denen die aufwärtsstrebenden „Jungen“ in Konkurrenz zu den etablierten „Älteren“ treten und um Macht- bzw. Nachfolgerpositionen kämpfen (ders. 1993a). Bourdieu widersteht zwar der „biographischen Illusion“ (Bourdieu 1998), Lebensläufe und Lebensstilmuster unabhängig von der Positionierung in sozialen Räumen als individuelle Hervorbringungen auf der Basis autonomer Lebensentwürfe zu (miss-)verstehen.

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