By Regina Neumann

Die Entwicklung des deutschen Privatbankierstandes wurde in der Litera tur bis Mitte der dreissiger Jahre ausfuhrlich behandelt. Danach fehlen - bis auf wenige Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, Jubilaumsschriften einzelner Privatbankierhauser und eine Dissertation 1 - umfassende Pu blikationen. Dadurch angeregt und von Herrn Professor Dr. Karl Fr. Hagenmuller und Personlichkeiten des Privatbankierstandes unterstutzt, sah die Verfasserin der vorliegenden Arbeit ihre Aufgabe darin, die historische Entwicklung im Bankwesen zu untersuchen, Stellung und Funktionen des deutschen Privatbankierstandes zu analysieren und dar zustellen. Die Bearbeitung des Themas wurde auf Grund des vorhandenen fabrics in folgender Weise vorgenommen. Die Ausfuhrungen beginnen im ersten Hauptteil mit der historischen Entwicklung des Privatbankiergewerbes. Entstehung und Entfaltung der konkurrierenden Bankengruppen wurden zum besseren Verstandnis der Entwicklungstendenzen mitbehandelt. Nach den geschichtlichen Erorterun gen folgen Erlauterungen zur Struktur des Privatbankierstandes. Der zweite Hauptteil setzt sich mit den wesentlichsten Grundlagen der bankbetrieblichen Betatigung auseinander, den Standortverhaltnissen und der Eigenkapitalausstattung der Privatbankiers. Der dritte Hauptteil ist der bankbetrieblichen Betatigung der Privat bankiers gewidmet, vor deren Darstellung auf die wichtigsten gesetzlichen Bestimmungen und Vorschriften hingewiesen wird, durch die der aussere Rahmen fur die unternehmerischen Dispositionen abgesteckt ist. Im vierten und letzten Hauptteil werden die von der Zentralbank ver offentlichten Gesamtbilanzen des Privatbankierstandes in shape einer Deckungsrechnung analysiert. Die Bilanzen der Grossbanken, Staats-, nearby- und Lokalbanken sowie der Sparkassen und der gewerblichen und landlichen Kreditgenossenschaften sind in diese UnterSUChung' mit einbezogen, um die Arteigenheiten und Besonderheiten des Privatbankier gewerbes bzw. seine gleichgerichteten Interessen deutlicher hervorheben zu konn

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241. Das Eigenkapital 61 pital des Jahres 1953 dem Fiskus zustehende Teile, während in den folgenden Jahren die Nachversteuerung die Selbstfinanzierung der Privatbankiers beschnitten hat. Die umfangreichsten Eigenkapitalaufstockungen wurden in den Jahren 1959 und 1960 vorgenommen. Die Möglichkeiten dazu boten die relativ günstige Ertragslage, die in den Privatbankierbetrieben die Selbstfinanzierung begünstigte, und die allgemeine positive Entwicklung im Kreditgewerbe, die das Vertrauen zum Bankgewerbe stärkte und auch die Heranziehung neuen Kommanditkapitals erleichterte.

24,4% der erfaßtenBetriebe wurden als OHG geführt, und 26,7% der Unternehmungen waren Einzelunternehmungen 114 • Im Saarland und in den Ländern Bremen und Schleswig-Holstein waren alle Betriebe Kommanditgesellschaften. Diese Unternehmungsform war ferner in Nordrhein-Westfalen (76%) und in Baden-Württemberg (65%) vorherrschend. In Bayern und Hamburg entfielen jeweils 39% auf Kommanditgesellschaften, in Rheinland-Pfalz nur 33% und in Berlin 30%. Den größten Prozentsatz an Offenen Handelsgesellschaften hatte Berlin mit 40% aufzuweisen, an zweiter Stelle stand Hamburg mit 33%.

Thorwart, Friedrich, Schriften und Reden, S. 18. 82 Vgl. Thorwart, Friedrich, Genossenschaftsbank, S. 15/16. 83 Vgl. HagenmüUer, Kar! , Bankbetrieb und Bankpolitik, S. 32. Die konkurrierenden Institute 33 Zahlenmäßige Entwicklung der ländlichen Kreditgenossenschaften in Deutschland bzw. in der Bundesrepublik Deutschland von 1868 bis 195986 Jahr Zahl der Institute 1868 1869 1890 1900 1920 1931 1934 41 70 729 9793 18331 19416 18486 1954 1959 10998 10936 Während Schulze-Delitzsch die Selbsthilfeeinrichtungen für den gewerblichen Mittelstand in Städten und auch in Landgemeinden ins Leben rief, realisierte Raiffeisen den Gedanken der Selbsthilfeeinrichtungen zur Befriedigung des Kreditbedarfs der Landwirtschaft und ländlichen Bevölkerung.

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