By Anke Fuchs-Dorn

Unter welchen Bedingungen erlangen schulabschlussgefährdete SchülerInnen dennoch ihren Hauptschulabschluss? Welche institutionellen Faktoren, Interaktionen und subjektiven Nutzungsformen erweisen sich als förderlich, welche als hinderlich? Diese Fragen beantwortet Anke Fuchs-Dorn, indem sie die hessische Fördermaßnahme „SchuB: Lernen und Arbeiten in Schule und Betrieb“ in den Blick nimmt. Sie erarbeitet auf der Grundlage von schul- und sozialisationstheoretischen Bezügen Hypothesen zur Bedeutung von Unterricht, sozialpädagogischer Unterstützung und Praktika in Betrieben. Die zweijährige Begleitung einer SchuB-Klasse und die Befragung der SchülerInnen mit qualitativen Leitfadeninterviews ermöglichen empirisch gestützte Einsichten zum Stellenwert von Lehrer-Schüler-Interaktionen und subjektiver Wahrnehmung, Deutung und Nutzung durch die SchülerInnen. Die Autorin gewinnt neue Erkenntnisse zu Erfolgsbedingungen besonderer schulischer Fördermaßnahmen und erweitert Schul- und Sozialisationstheorien.

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Spanien: Wirtschaft — Gesellschaft — Politik

Diese bewährte Gesamtdarstellung zu Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Spanien liegt nun in einer vollkommen überarbeiteten und aktualisierten Auflage vor. Wer Informationen zu einem der wichtigsten EU-Länder braucht, greift zu diesem Buch.

Zur Soziologie des Essens: Tabu. Verbot. Meidung

Wenn das Thema der Nahrungsauswahl in unserem Alltag zur Sprache kommt, so geht es zumeist um Aspekte einer "gesunden" oder "ungesunden" Ernährungsweise, um Folgen der Über-oder Unterernährung, um die Brenn­ stoffzufuhr, den nutrition- und Mineralgehalt, welchen ein Nahrungsmittel aufzuweisen hat. Wir hören und sprechen von Gesundheitsschädigungen durch Nahrung, von "BSE-Fleisch", Cholesterin oder verstrahltem Gemüse, ebenso wie von der Gesundheitsförderung durch Diät- und Bioprodukte.

Sowjetische Militärstrategie

In einem großen Teil der ausgedehnten westlichen Literatur über sowjetische Ange­ legenheiten ist in den letzten Jahren in zunehmendem Maße erkannt worden, daß ein Wandlungsprozeß innerhalb des Sowjetsystems im Gange ist. In der Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Erziehung, Kultur, der Wissenschaft und in militärischen Dingen - um nur einige Gebiete zu nennen - hat es Zeichen der Wandlung und der Anpassung an neue Gegebenheiten gegeben, als das Sowjetsystem aus der Stalin­ Ära in diejenige Chruschtschows überging.

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Basierend auf einer Absolventenbefragung von Eva Arnold im Rahmen der Evaluation lässt sich zu den Lernentwicklungen der Schüler/innen nach Abschluss des Schulversuchs sagen, dass es dem Schulversuch überwiegnd gelingt, die Schüler/innen in Ausbildung zu bringen und sie zu befähigen, sich dort zu bewähren. Die Übergänge in Ausbildungsverhältnisse liegen deutlich über den Erwartungswerten (vgl. , S. 246). 4 Forschungsstand ƒ ƒ ƒ 55 Von Bedeutung für die Kompetenzentwicklungen der Schüler/innen sind Merkmale der Struktur und Qualität des Lernorts Schule wie strukturelle Änderungen, Individualisierung des Unterrichts, Professionsentwicklung (Entwicklung einer Informations- und Kooperationskultur, Arbeit in Teilprojekten) (vgl.

Fördermaßnahmen außerhalb der Schule sind in der Regel in Jugendwerkstätten eingerichtet, wobei die Projekte von unterschiedlichen Trägern angeboten werden: kommunale Träger, Behörden, Wohlfahrtsverbände, gemeinnützige Vereine, kirchliche Einrichtungen und Bildungseinrichtungen (vgl. Schreiber 2007, S. 226). In den meisten Fällen werden die Schüler/innen zu den Projekten durch die Meldung der Schule über das Schul- und das Jugendamt zugewiesen (vgl. ). Außerschulische Projekte verknüpfen sozialpädagogische Betreuung und Förderung, schulisches Lernen und berufsorientiertes Lernen (Werkstattarbeit).

Für die deutsche Schule zeigt sich ein eindeutiges Muster: In der Grundschulzeit zeigen Schüler/innen einen großen Bezug zur Schule und gehen mit großer Freude in die Schule. Insbesondere nach der sechsten Klasse jedoch gehen die Schulfreude und der Schulbezug zurück (vgl. Helsper 2008, S. 146). Ab dem 12. und 13. Lebensjahr scheint die Schule für die Jugendlichen weniger attraktiv und weniger sinnvoll zu sein. Erklärt wird dies zum einen mit jugendlichen Ablösungstendenzen und einer eher kritischen Haltung gegenüber Erwachsenen.

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