By Matthias Herrmann

Im Kontext der stationären Jugendhilfe gehört Gewalt mittlerweile zum Alltag. Die in diesem Handlungsfeld arbeitenden Pädagogen stehen gewalttätigem Verhalten oft hilflos gegenüber, da existierende Analysen und Hilfeansätze häufig unzureichend sind. Computersimulationsprogramme könnten hier Abhilfe schaffen. Matthias Herrmann stellt die praktische Anwendung von Computersimulationsprogrammen vor, die von der Forschungsgruppe COBASC (Computer established research of Social Complexity) um Prof. Dr. Jürgen Klüver entwickelt wurde. Er zeigt, dass Simulationstechniken für sozialwissenschaftliche und insbesondere sozialpädagogische Problemstellungen adäquate examine- und Steuerungsinstrumente darstellen. Die praktische Anwendung des sogenannten „Soft Computing“ erfolgt durch die Simulation einer realen Gruppe von Jugendlichen innerhalb einer Einrichtung der stationären Jugendhilfe.

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Spanien: Wirtschaft — Gesellschaft — Politik

Diese bewährte Gesamtdarstellung zu Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Spanien liegt nun in einer vollkommen überarbeiteten und aktualisierten Auflage vor. Wer Informationen zu einem der wichtigsten EU-Länder braucht, greift zu diesem Buch.

Zur Soziologie des Essens: Tabu. Verbot. Meidung

Wenn das Thema der Nahrungsauswahl in unserem Alltag zur Sprache kommt, so geht es zumeist um Aspekte einer "gesunden" oder "ungesunden" Ernährungsweise, um Folgen der Über-oder Unterernährung, um die Brenn­ stoffzufuhr, den diet- und Mineralgehalt, welchen ein Nahrungsmittel aufzuweisen hat. Wir hören und sprechen von Gesundheitsschädigungen durch Nahrung, von "BSE-Fleisch", Cholesterin oder verstrahltem Gemüse, ebenso wie von der Gesundheitsförderung durch Diät- und Bioprodukte.

Sowjetische Militärstrategie

In einem großen Teil der ausgedehnten westlichen Literatur über sowjetische Ange­ legenheiten ist in den letzten Jahren in zunehmendem Maße erkannt worden, daß ein Wandlungsprozeß innerhalb des Sowjetsystems im Gange ist. In der Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Erziehung, Kultur, der Wissenschaft und in militärischen Dingen - um nur einige Gebiete zu nennen - hat es Zeichen der Wandlung und der Anpassung an neue Gegebenheiten gegeben, als das Sowjetsystem aus der Stalin­ Ära in diejenige Chruschtschows überging.

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Abbildung 2: Vergleich zwischen ZA- und Kohonenkartenprognose Dies bedeutet, dass eine räumliche Darstellung einer emotional bedingten Gruppenstruktur sowohl anhand von Vektorähnlichkeiten nach dem Prinzip einer Kohonenkarte als auch anhand von selbst organisierter Gruppenbildung nach den Regeln eines Zellularautomaten (vgl. Kap. 4, Kap. 5 u. 6) funktioniert. Durch den Ergebnisvergleich verschiedenartiger Programme, die denselben Gegenstand simulieren, ist demnach, neben der empirischen Testung, auch eine Validitätsüberprüfung von Programmen durch andere Programme möglich.

Kap. 2) und die Befragung nach der Mitgliederzufriedenheit (vgl. Kap. 3) dienten der empirischen Testung der Simulationsergebnisse. Mit den Beobachtungsergebnissen sollte die Validität der Prognose der Ausdifferenzierungscharakteristik überprüft werden, mit der Zufriedenheitsbefragung sollte die Prognose der Mitgliederzufriedenheit getestet werden. Hier ergänzen sich Beobachtung und Befragung, da beide Methoden ihre Grenzen haben. Mit Beobachtungsverfahren dürfte es einerseits schwierig sein, Rückschlüsse auf das subjektive Wohlbefinden der einzelnen Mitglieder zu ziehen.

Weiter sind die Simulationsprogramme in der Lage, aus den Interaktionsinteressen der Gruppenmitglieder das Wohlbefinden der einzelnen Mitglieder realitätsnah zu prognostizieren. 2 Leitende Fragestellung bei den Beobachtungen Den Beobachtungen liegt das Interesse zu Grunde, direkt testen zu können, ob die Prognose der Interaktionshäufigkeit mit künstlichen Akteuren für die realen Gruppenmitglieder realistisch ist oder nicht. Mit anderen Worten heißt dies, dass mittels des Vergleichs der Beobachtungsergebnisse mit den Simulationsergebnissen (vgl.

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