By Professor Dr. Dr. h.c. Peter Frankenberg (auth.), Professor Dr. Jochen Taupitz, Manuela Brewe (eds.)

Im Mai 1999 wurde das Institut für Deutsches, Europäisches und Internationales Medizinrecht, Gesundheitsrecht und Bioethik der Universitäten Heidelberg und Mannheim offiziell eröffnet. Die in diesem Band enthaltenen Grußworte, Ansprachen und der Festvortrag anläßlich der Eröffnungsfeier haben die Herausforderungen für die Zukunft aufgezeigt. Medizin- und gesundheitsrechtliche Themen besitzen hohe gesellschaftliche Aktualität und politische Brisanz. Das IMGB bietet ein discussion board für die integrative und interdisziplinäre Forschung und Lehre auf diesen Gebieten. Zugleich gilt es, im Bereich der Bioethik den interdisziplinären conversation zwischen Natur- und Geisteswissenschaften zu fördern.
Im Sommersemester 1999 trat das IMGB zudem erstmals mit einer eigenständigen Vortragsreihe zum Thema "Medizinische Versorgung in Zeiten knapper Kassen" an die Öffentlichkeit. In sieben Vorträgen setzen sich Referenten aus Wissenschaft und Praxis mit dem aktuellen challenge der Ressourcenknappheit und Ressourcenverteilung im Gesundheitswesen auseinander. Die Beiträge spannen einen weiten Bogen von philosophischen, gesellschaftspolitischen, ökonomischen und juristischen Grundfragen bis hin zu ganz praktischen Problemen in der agency der gesetzlichen Krankenversicherungen und bei der Tätigkeit des Arztes "vor Ort".

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Wenn das Thema der Nahrungsauswahl in unserem Alltag zur Sprache kommt, so geht es zumeist um Aspekte einer "gesunden" oder "ungesunden" Ernährungsweise, um Folgen der Über-oder Unterernährung, um die Brenn­ stoffzufuhr, den diet- und Mineralgehalt, welchen ein Nahrungsmittel aufzuweisen hat. Wir hören und sprechen von Gesundheitsschädigungen durch Nahrung, von "BSE-Fleisch", Cholesterin oder verstrahltem Gemüse, ebenso wie von der Gesundheitsförderung durch Diät- und Bioprodukte.

Sowjetische Militärstrategie

In einem großen Teil der ausgedehnten westlichen Literatur über sowjetische Ange­ legenheiten ist in den letzten Jahren in zunehmendem Maße erkannt worden, daß ein Wandlungsprozeß innerhalb des Sowjetsystems im Gange ist. In der Politik, Diplomatie, Wirtschaft, Erziehung, Kultur, der Wissenschaft und in militärischen Dingen - um nur einige Gebiete zu nennen - hat es Zeichen der Wandlung und der Anpassung an neue Gegebenheiten gegeben, als das Sowjetsystem aus der Stalin­ Ära in diejenige Chruschtschows überging.

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3. Notwendigkeit staatlich garantierter Gesundheitsleistungen? De lege lata würde unser Grundgesetz ohnehin eine Grundlage für die Begründung solcher Garantien bieten. De lege ferenda setzt eine über faktische statistische oder probabilistische Risikoreduktion hinausgehende staatliche Garantie überlebensrelevanter Leistungen voraus, daß wir bestimmte positive Teilhaberechte auf Gesundheitsleistungen den klassischen negativen Abwehrrechten gleichstellen. Aber sollten wir dies de lege ferenda tun?

Aktuelle Notwendigkeit ........................................................................... 59 6. Voraussetzungen und Rahmenbedingungen von Priorisierung ............... 60 7. Ethische Grundpositionen und Spannungen ............................................ 62 8. Ein Verfahren zur Entwicklung von Prioritäten ...................................... 66 Nur wenige medizinische Leistungen sind unersetzbar, nicht alle in gleichem Maße zweckmäßig, einige sind von geringem Nutzen, manche überflüssig oder sogar schädlich.

Soweit ein juristischer Laie dies beurteilen kann, scheint sich aus der Verfassung, besonders dem Sozialstaatsprinzip jedenfalls ein Recht auf die Versorgung mit allen aus medizinischer Sicht erforderlichen Leistungen ableiten zu lassen. 2. ) Verknappung der gesellschaftlich, bei uns durch die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) , bereitgestellten Mittel. Im internationalen Vergleich bewegen sich die Ausgaben unserer GKV für alle medizinischen Leistungen auf einem relativ hohen Niveau; dennoch sind faktische und immer neu drohende Defizite bei vielen Krankenkassen (besonders der Neuen Bundesländer) nicht zu leugnen.

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